5 Dinge, Die Ich Während Meiner Journalismus Praktika Gelernt Habe

Wenn ihr Hello Black schon länger folgt, wisst ihr, dass ich schon lange daran arbeite nach meinem Studium als Journalistin zu arbeiten. Der Berufswunsch entstand als ich in der 7. oder 8. Klasse war. Ich habe schon immer gerne geschrieben, selbst Zeitschriften gebastelt und Artikel verfasst, und als meine damalige Deutschlehrerin mir dann sagte, dass ich eine tolle Art des Schreibens habe, war mein Entschluss gefasst Journalistin zu werden. Seit der Zeit nach meinem Abitur bis jetzt habe ich also Redaktionspraktika in verschiedenen Bereichen des Journalismus absolviert und eine Menge gelernt; sowohl inhaltlich, als auch was das Business generell angeht. Heute verrate ich euch die fünf Dinge, die mich wohl am meisten geprägt haben.

 

A THRILLING-2Wir leben in einer Zeit, in der viele junge Leute “etwas mit Medien” machen möchten. Das erschwert natürlich einiges. Die Medienbranche ist überlaufen, viele wissen noch nicht genau was sie in diesem Bereich machen möchten, und durch Social Media und Co gibt es zwar mehr Optionen, aber auch mehr Bewerber. Überhaupt in einer guten Redaktion genommen zu werden ist schwer. Egal ob man dabei in die Politik-, Kultur- oder Entertainment-Richtung gehen möchte.

 

A THRILLING-3Wo viele Bewerber sind herrscht natürlich ein hoher Druck der oder die Beste zu sein. Vor allem als Praktikant/in möchte man ernstgenommen werden und herausstechen. Doch das möchten auch die anderen. So kommt es sehr schnell zu unterschwelligen Konkurrenzkämpfen, die nicht alle unterschwellig bleiben. Besondern wenn viele junge Frauen aufeinander treffen, kann man die Stutenbissigkeit spüren und es kann unangenehmen werden, auch wenn es eigentlich gar keinen Grund dazu gibt. Es kann sogar so weit kommen, dass man die eigenen Erfolgen vor den anderen verstecken muss um Streitereien aus dem weg zu gehen. Bei mir hat es etwas gedauert – und dauert immer noch an – zu lernen die Eifersuchtsstimmen der anderen auszuschalten und sich davon nicht beirren zu lassen. Oftmals ist das leichter gesagt als getan, aber dieser Punkt ist ein sehr wichtiger, wenn man den Spaß an der Arbeit nicht verlieren möchte.

 

A THRILLING-4Als außenstehende Person kann man schnell denken, dass die Medienwelt leuchtet und scheint. Man trifft interessante Leute, geht zu schicken Events, Pressekonferenzen und Shows, und schreibt weltbewegende Artikel. In der Realität ist das (vor allem als Praktikant) etwas anders. Oft kann es hektisch und durcheinander zugehen, Stress gehört zum Alltag, und Überstunden und 10-Minuten-Mittagspausen sind nichts besonderes. Die Branche ist schnelllebig – genau das macht den Bereich aus – aber man muss es aushalten können und darf nicht erwarten, dass man in der Welt von “Der Teufel trägt Prada” landet und Artikel für Runway schreibt.

 

A THRILLING-5Wenn man erstmal einige Leute kennt, merkt man schnell, dass diese Leute wieder andere kennen, die wiederum Personen kennen, die einem einmal weiterhelfen könnten. Kontakte knüpfen können ist fast so wichtig wie die eigentliche Arbeit an sich, vor allem wenn man noch am Anfang steht. Deshalb kann es nie schaden sich ordentlich vorzustellen, mit auf After-Work Veranstaltungen zu gehen, und nicht unhöflich zu sein oder die Nase zu hoch zu haben. Die Kunst besteht darin all das zu meistern, ohne dabei zu schleimen und aufdringlich zu werden. Das gesunde Mittelmaß muss gefunden werden.

 

A THRILLING-6Auch wenn man denkt, dass man eigentlich keine Chance auf einen Praktikumsplatz hat, sollte man sich einfach trauen und die Bewerbung trotzdem abschicken. Oftmals sieht man sich selbst anders als andere es tun, und man traut sich nicht alles zu. “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt”, heißt es doch so schön.

 

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Interessiert euch das Feld Journalismus und Medien? Lasst es mich wissen, damit ich noch ein paar mehr Tipps darüber für euch zusammenfassen kann.

8 Discussions on
“5 Dinge, Die Ich Während Meiner Journalismus Praktika Gelernt Habe”
  • Ähnlich wie du möchte ich auch schon seit ich 11 bin unbedingt Journalistin werden. Somit fände ich es persönlich super interessant mehr darüber von einem ‘Insider’ zu erfahren.
    Liebe Grüße Doro

  • Ein sehr interessanter Text, danke dafür. Mich würde interessieren wie es mit Quereinsteigern aussieht, mit welchen Berufen man eine Chance hat oder ob es wegen der Konkurrenzsituation sowieso keine Möglichkeit gibt 🙂 Liebe Grüße, Frida

  • Fand ich super interessant, vor allem da ich momentan auch ein Praktikum bei einem Frankfurter Stadtmagazin mache. Ich studiere Journalismus und habe schon gemerkt, dass gerade in der Journalismus Branche Praktika Gang und Gebe sind. Einen gut bezahlten Nebenjob länger als drei Monate zu behalten war mir noch nicht vergönnt, da danach immer irgendwelche Pflichtpraktika auf mich warteten. Ich muss sagen, ich kann mich mit einigen deiner Punkte sehr gut identifizieren. Was ich zum Beispiel gemerkt habe, ist das die Texte von Praktikanten viel kritischer gelesen werden. Als ob man Sätze einfach nur minimalst umstellt, damit man “seinen Senf” dazu gegeben hat. Das mit der Konkurrenz ist auch so ein Thema. Ich merke oft, dass ich nicht dieselben Charaktereigenschaften habe, wie meine Mitstreiter. Ich muss nicht laut und aufgedreht daherkommen, um wahrgenommen zu werden. Viele machen aber genau das.

  • So interessant! Ich hoffe du schreibst in Zukunft noch mehr über den Bereich. Wo hast du denn schon alles ein Praktikum gemacht? Vielleicht kannst du da im nächsten Beitrag zu dem Themen näher drauf eingehen.

    LG!

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